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Auf gutenWegen: Weißzement für eine besondere Schule

Ende letzten Jahres eröffnete in Freiburg das erste United World College (UWC) in Deutschland. In dieser Oberstufenschule werden Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt (71 Nationen) und aus allen Gesellschaftsschichten gleichermaßen unterrichtet. So kommt es, dass Straßenkind, Flüchtlingsjunge und Professorentochter zwei Jahre lang gemeinsam leben und lernen. Ausgewählt werden sie ausschließlich nach ihrer Eignung und Begabung. Dabei stellt ein umfassendes Stipendium sicher, dass sich alle Schüler den Schulbesuch leisten können. Am Ende schließen die Besucher das College mit dem „International Baccalaureate“ ab, einer weltweit anerkannten Hochschulzugangsberechtigung. Die Wege und Hangabsicherungen des Internates wurden von der Adolf Braun KG, Teningen, mithilfe des Weißzementes von CRH (Slovensko) a.s. hergestellt.


Lernen in denkmalgeschützten Räumen

Das UWC Robert Bosch College ist ein Gemeinschaftsprojekt der Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Stiftung UWC. Unterstützt wird die Schule außerdem vom Land Baden-Württemberg. Insgesamt bietet sie 200 Unterrichtsplätze, wobei pro Jahrgang 100 neue Schüler die Bildungseinrichtung besuchen dürfen. Diese werden in den denkmalgeschützten, aufwendig sanierten Räumen eines ehemaligen Kartäuserklosters unterrichtet. Um dem Internatsalltag gerecht zu werden, ergänzten die Verantwortlichen die Barockanlage durch ein gläsernes Auditorium sowie eine Mensa mit Küche. Daneben entstand mit vier Lehrer- und acht Schülerhäusern eine kleine Wohnsiedlung, die sich an den steilen Hang des Geländes schmiegt. Verbunden werden die einzelnen Gebäude durch unterschiedlich breite Betonwege und -treppen, die der Ansiedlung das beschauliche Erscheinungsbild eines Bergdorfes verleihen.


Weißzement

Einzelne Plätze und Hangabsicherungen, die auch als Sitzgelegenheit genutzt werden können, unterstreichen diesen Charme. Das Besondere an dieser Infrastruktur und der Hangsicherung: Zu ihrer Herstellung wurde nicht der übliche graue Zement verwendet, sondern ein Weißzement von CRH. Diesen vertreibt das Unternehmen unter dem Namen CRH White, er zeichnet sich durch seine strahlend weiße Erscheinung aus. Wird der damit hergestellte Beton durchgefärbt, lassen sich im Vergleich zum grauen Zement wesentlich brillantere Farbergebnisse erzielen. Und auch hinsichtlich der Festigkeit und Handhabung hält CRH White Zement dem Vergleich zu seinem grauen Pendant sehr gut stand. Mit dieser gelungenen Materialwahl, kombiniert mit anspruchsvollen Einbaumethoden, unterstreichen die Planer, wie wichtig die Wege innerhalb der Schulgemeinschaft sind.


Stampfbeton

Den Einbau übernahm das Kies- und Transportbetonwerk Adolf Braun KG aus Teningen. Es war auch verantwortlich für die Errichtung der Hangabsicherungen aus Stampfbeton. Die Herstellungsmethode dieser archaisch wirkenden Wände kommt heute nur noch sehr selten zum Einsatz. Bei Stampfbeton handelt es sich um ein Gemisch von natürlichen Gesteinskörnungen, Wasser und Zement. Er ist im Vergleich zum konventionellen Beton viel trockener und nicht bewehrt. Seinen Namen erhält der Baustoff daher, dass die Verarbeiter ihn so lange stampfen, bis er plastisch wird und eine geschlossene Oberfläche zeigt, auf der sich ein Feuchtefilm bildet. Vor dem Aufbringen der nächsten Schicht, in der Regel nach einem Tag, wird die vorhandene aufgeraut, gereinigt und befeuchtet, um die Haftung zur nächsten zu gewährleisten. Kann eine Schicht nicht in vollständiger Länge hergestellt werden, sind schräge Absätze zu bilden, die von Schicht zu Schicht gegenläufig ausgeführt werden, um eine „Verzahnung“ zu erreichen. Sie verleiht den Stampfbetonelementen ihr typisches Aussehen.


Besenstrich

Und auch beim Bau der Wege und Stufen griffen die Verantwortlichen auf eine sehr bodenständige Einbaumethode zurück: den Besenstrich. Hierbei wird der Beton nach dem Einbau geglättet und mithilfe eines Besens strukturiert. So entsteht eine griffige, raue Oberfläche, die eine erhöhte Rutschsicherheit bietet. Dabei beeinflussen die Umgebungsbedingungen und die Arbeitsdurchführung das Ergebnis enorm. Um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild sicherzustellen, mussten die Adolf-Braun-Mitarbeiter eine ruhige Hand und viel Erfahrung mitbringen. Wobei die Arbeit zusätzlich noch durch die Topografie erschwert wurde. Denn der Hang ist recht steil und einige Maschinen konnten gar nicht erst zum Einsatz kommen. Alle eingebauten Betone wurden im Werk der Adolf Braun KG gemischt. Da sich die Elemente ungeschützt im Freien befinden, sind sie Regen ausgesetzt und müssen unter anderem der Expositionsklasse XC4 gerecht werden. Bedingt durch den Einsatz von Taumitteln im Winter, mussten die Anforderungen der Expositionsklassen XD3 und XF4 erfüllt werden. Auf die Frage, warum sich das Unternehmen für den Weißzement von CRH entschieden hat, antwortet der Betriebsleiter Hansjörg Lorenz: „Wir hatten bereits bei einem anderen Objekt sehr gute Erfahrungen mit dem CRH Weißzement gemacht. Damals mussten wir den Beton einfärben und sind von den Mitarbeitern des Unternehmens hervorragend beraten worden. Wenn man eine so gute Erfahrung macht, greift man gerne wieder darauf zurück.“

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